Mit 40 Punkten in die Winterpause

Vor 923 Zuschauern gewinnt der TSV Steinbach Haiger das Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt mit 4:1. Die Hausherren gingen durch Alexander Aschauer früh in Führung, aber der TSV drehte die Partie noch in der ersten Halbzeit. Durch Tore von Timo Kunert, Sascha Marquet, Moritz Göttel und Tim Müller, geht die Mink-Elf mit 40 Punkten aus 20 Partien in die Winterpause. Damit ist der TSV Steinbach Haiger auf dem dritten Platz der Tabelle zu finden. Die Hausherren überwintern auf dem zwölften Rang und haben derzeit ein Polster von fünf Punkten auf die Abstiegsränge.

Das Spiel begann mit einem Lattenkracher von Moritz Göttel, der sich in der dritten Minute um seinen Gegenspieler drehte und direkt abschloss. 120 Sekunden später schob Robert Schick die Kugel ins Tor. Schiedsrichter Luca Schlosser hatte zuvor aber auf Foul an TSV-Keeper Tim Paterok entschieden. Der Unparteiische aus Montabaur sollte über die gesamten 90 Minuten Schwerstarbeit mit dem Duell der beiden hessischen Teams haben. Obwohl die Partie außerordentlich fair geführt wurde, kam es immer wieder zu engen Entscheidungen, die gerade beim FSV Frankfurt und seinen Verantwortlichen für viele Gesprächsbedarf sorgten. Nach Pass von Sascha Marquet tauchte Fatih Candan frei am Strafraum auf und traf zum vermeintlichen Ausgleich, aber auf Zuruf seines Assistenten gab Schlosser das Tor wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht. Der TSV ließ sich davon aber nicht aus dem Tritt bringen. Ein Seitfallzieher von Sascha Marquet, sowie eine Dreifach-Chance nach Eckball von Tim Müller brachten zwar noch nicht den gewünschten Treffer, aber die Mannen von Trainer Matthias Mink setzten den ehemaligen Zweitligisten weiterhin massiv unter Druck. Nach einem Foul an Moritz Göttel, verwandelte Timo Kunert den fälligen Freistoß in der 29. Minute sehenswert. Mit dem Halbzeitpfiff legte Sascha Marquet das 1:2 nach. Tim Müller hatte einen Freistoß in die Mitte gebracht, dieser wurde von den Frankfurtern zu kurz verteidigt. Die Nummer 17 fackelte nicht lange und zog ab. Ein FSV-Akteur hatte noch den Kopf am Ball und fälschte so unhaltbar für seinen Keeper ab. Trotz massiver Proteste der Gastgeber zählte der Treffer, da ein Frankfurter und nicht ein TSV-Spieler aus Abseitsstellung den Ball ins Gehäuse ablenkte.

Im zweiten Abschnitt kam die Elf von Trainer Alexander Conrad kaum noch zu nennenswerten Chancen. Ein Fernschuss von Robert Schick landete auf dem Tordach und Kamil Tyminski vergab eine Kopfball-Möglichkeit. Auf der Gegenseite brannte es immer wieder lichterloh. Folgerichtig schraubten Moritz Göttel und Tim Müller das Ergebnis in die Höhe. Nach Zuspiel von Nikola Trkulja, lenkte ein Frankfurter den Ball in Richtung Göttel ab, der schob die Kugel ins Tor. Auch hier reklamierten die Hausherren wieder minutenlang, da der Assistent die Fahne für einen kurzen Moment gehoben hatte, Schiedsrichter Schlosser aber sowohl den tief-stehenden Christoph Becker, als auf die neue Spielsituation gesehen hatte und die Partie weiterlaufen ließ. Torwart Marco Aulbach konnte sich nach einem Abschuss von Florian Heister auszeichnen, war aber beim Fernschuss von Tim Müller in der 80. Minute erneut geschlagen. Nachdem Joker Benedikt Koep noch den Pfosten im Anschluss an eine Müller-Ecke getroffen hatte, endete die Partie und damit auch das sportlich-herausragende Kalenderjahr 2018 des TSV Steinbach Haiger. Neben dem Zwei-Punkte-Schnitt in der bisherigen Saison 2018-19, steht noch der Hessenpokalsieg und damit verbunden, der erste Auftritt im DFB-Pokal auf der Agenda der Haigerer, die damit das erfolgreichste Jahr der 97-Jährigen Vereinsgeschichte krönen konnten.

Am 14. Januar 2019 bittet Matthias Mink die Seinen wieder zum Trainingsbetrieb nach Haiger. In der Vorbereitung steht zudem ein Trainingslager in der Türkei auf dem Plan, den jeder Akteur noch in der kommenden Woche vom Trainer-Team mit nach Hause gegeben bekommt.

FSV Frankfurt – TSV Steinbach Haiger 1:4 (1:2)

Tore: 1:0 (16.) Alexander Aschauer, 1:1 (29.) Timo Kunert, 1:2 (45.) Sascha Marquet, 1:3 (60.) Moritz Göttel, 1:4 (80.) Tim Müller.

FSV Frankfurt: Aulbach – Becker (65. Güclü), Sierck, Nothnagel, Huckle – Pollasch (65. Mangafic), Koch, Aschauer, Schick, Straub (80. Rose) – Tyminksi. Trainer: Conrad.

TSV Steinbach Haiger: Paterok – Kunert, Herzig, Strujic, Heister (73. Welker) – Budimbu, Trkulja (85. Sevim), Tim Müller, Marquet – Candan, Göttel (77. Koep). Trainer: Mink.

Schiedsrichter: Luca Schlosser (Montabaur) – Zuschauer: 923.

Bilder © Björn Franz Photography.

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